„Logistik-Cluster Schwaben“ gegründet

26. Mai 2011

Daran beteiligt sind 33 Unternehmer aus den IHK-Regionen Schwaben und Ulm und die beiden Kammern. Sie planen künftig Aktionen von der Fachkräftesicherung über Infrastruktur-Fragen bis zur Forschung. Ausgangspunkt der Bemühungen von anfänglich neun Unternehmern aus den Verkehrs- und Logistikausschüssen beider IHKs war eine Studie von Fraunhofer SCS (Supply Chain Services; 2009/10), die die „Region Schwaben“ über die Landesgrenze hinweg zu den 18 „Top-Logistik- Regionen“ in Deutschland zählt.

„Unser erster Schritt wird es nun sein, auf Unis und Hochschulen, Kommunen und Wirtschaftsförderer zuzugehen und sie einzubinden“, kündigten die beiden Vorsitzenden des Clusters, Alfred Kolb (Gersthofen) und Harald Seifert (Ulm) unmittelbar nach der Gründung an. „Der Cluster lebt davon, dass viele verschiedene Partner mit unterschiedlichem Blickwinkel dabei sind. Deshalb ist der Cluster kein Branchen-Verein. Wir wollen deutlich machen, dass Logistik eine Querschnittsfunktion für die gesamte Volkswirtschaft ist.“

Mit dem ersten öffentlichen Auftritt will der Cluster am 19. Juli einen „Logistik-Atlas Schwaben“ präsentieren, der von Fraunhofer SCS erstellt wird. Er soll eine Bestandsaufnahme der Logistik – von Unternehmen bis zur Wissenschaft – in der Region liefern, Entwicklungsmöglichkeiten und künftige Herausforderungen aufzeigen. „Ziel ist es, auch mit diesem Instrument wahrnehmbar und der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass Schwaben eine Top-Logistik-Region ist“, betonten Kolb und Seifert.

Ähnliche Cluster gibt es für Mechatronik (landesweites Cluster in Bayern), für Verbundfaserstoffe sowie für Nutzfahrzeuge und für Biotechnologie (Ulm). „Die Bildung eines Logistik-Clusters ist Teil unserer Sieben-Brücken-Strategie zum Erfolg des Wirtschaftsstandorts Schwaben“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank (Schwaben), der geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Clusters ist. Der Logistik-Cluster finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen der Unternehmen sowie der beiden IHKs, die überdies für die ersten drei Jahre eine Anschubfinanzierung leisten.

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