Regionalsieger erhalten höchsten Preis des BundesUmweltWettbewerbs

16. September 2019

Ein schulübergreifendes Projekt des Schülerforschungszentrums (SFZ) im Landkreis Biberach wurde vergangenen Samstag in Frankfurt mit dem Hauptpreis des BundesUmweltWettbewerbs (BUW) ausgezeichnet. Die klugen Köpfe hinter dem Projekt, Marc Auberer und Roman Hauel (Abi 2019 an der Karl Arnold-Schule Biberach) sowie Tim Auberer (Klasse 12, Bischof Sproll Bildungszentrum) hatten in den vergangenen drei Jahren am Schülerforschungszentrum in Ochsenhausen eine Feinstaub-App programmiert, die sich bereits über mehrere hochkarätige Auszeichnungen freuen durfte. Der jetzt verliehene Preis des BundesUmweltWettbewerbs ist das I-Tüpfelchen für eine außergewöhnliche Projektarbeit.
Die drei Nachwuchsforscher haben ein einfaches kostengünstiges Messnetzwerk für Selbstbau-Feinstaub-Sensoren entwickelt, das inzwischen weltweit eingesetzt wird. Es gibt sogar Nutzer in Indien! Die von ihnen programmierte „Feinstaub-App" zur Überwachung aller Sensoren ist hoch erfolgreich, inzwischen mehr als 1000 mal  im Google-Play Store unter „Feinstaub-App“ heruntergeladen und hat ein Google-Ranking von 4,6. Das ist eine Spitzenposition in der Zufriedenheit der Nutzer. Die drei Entwickler freuen sich, wenn der BUW dazu beiträgt, dass sich die App und das Netzwerk noch weiter verbreiten. Auch ein online-Zugang ist möglich, unter dem man Einblick in das Feinstaub-Messnetz erhält: https://feinstaub.mrgames-server.de.
Projekt wurde 2019 mehrfach ausgezeichnet
Bereits in der diesjährigen Jugend forscht-Runde erreichten Marc Auberer, Roman Hauel und Tim Auberer den ersten Platz beim Regionalwettbewerb der Innovationsregion in Ulm und den 2. Platz auf Landesebene. International wurde das Projekt im April 2019 auf der International Conference of Young Scientists (ICYS) in Kuala Lumpur stellvertretend von Marc Auberer vorgestellt, der dafür mit einer Gold-Medaille ausgezeichnet wurde. Für den BundesUmweltWettbewerb hatten sich die drei im Frühjahr mit einer umfangreichen schriftlichen Ausarbeitung beworben und waren im Frühsommer zur „Runde der Besten“ zu einer Präsentation vor einer Jury aus hochkarätigen Wissenschaftlern und Pädagogen in Kiel eingeladen worden. Daraufhin erhielten sie die Einladung zur Preisverleihung nach Frankfurt ohne ihr Endergebnis zu kennen.
BUW-Hauptpreis wurde nur einmal vergeben
Dort gab es vergangenen Samstag die große Überraschung. Die SFZ-Schüler hatten sich gegen alle anderen Teams aus Deutschland durchgesetzt und den Hauptpreis gewonnen, der in diesem Jahr nur einmal vergeben wurde. Marc Auberer, Roman Hauel und Tim Auberer  haben in der höchsten Kategorie der 17 bis 20jährigen gewonnen und ein Preisgeld von 1500 Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erhalten. 
„Wir freuen uns alle mit und für unsere Jungforscher“, sagt Tobias Beck, der die drei am SFZ in Ochsenhausen betreut hat. „Das ist eine tolle Auszeichnung für drei Jahre intensiver Arbeit und eine Entwicklungszeit in der die drei eine Wahnsinns-Hartnäckigkeit und Ausdauer gezeigt haben. Für das SFZ im Landkreis Biberach ist diese Auszeichnung der Jugendlichen auch ein tolles Symbol, denn sie beweist, dass das System im Landkreis Biberach funktioniert. Drei Jugendliche aus Schemmerhofen, die zwei verschiedene Schulen in Biberach besuchen und am SFZ in Ochsenhausen betreut wurden, erreichen Spitzenleistungen. Das ist was das SFZ ausmacht und wirklich großartig für alle Beteiligten!“
BundesUmweltWettbewerb
Mit Hauptpreisen, der höchsten Preiskategorie im BUW, werden die bundesweit besten BUW-Projekte ausgezeichnet. Hauptpreise erhalten Wettbewerbsarbeiten, die gemäß dem BUW-Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ sowohl hinsichtlich der wissenschaftlichen Komponente „Wissen“ und der Umsetzungs- bzw. Anwendungskomponente „Handeln“ als auch der allgemeinen Leistungskriterien als hervorragend bewertet werden. Kreativität und Interdisziplinarität werden besonders berücksichtigt.

Regionalsieger erhalten höchsten Preis des BundesUmweltWettbewerbs

Marc Auberer, Roman Hauel und Tim Auberer haben eine „Feinstaub-App“ entwickelt, mit der sie bereits von der Jury beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ der Innovationsregion Ulm mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurden. Beim anschließenden Landeswettbewerb Baden-Württemberg erreichte das Team den 2. Platz. Nun wurde den erfolgreichen Jungforschern der Hauptpreis des BundesUmweltWettbewerbs (BUW) verliehen.

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Das erfolgreiche Team, v.l.n.r.: Tim Auberer, Marc Auberer, Roman Hauel
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