ADKflex, der Bahnhof Merklingen-Schwäbische Alb, die Region S-Bahn Donau-Iller, das Projekt Active2Public Transport des Donaubüros Ulm/Neu-Ulm sowie die vielfältigen Aktivitäten der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: In der Innovationsregion Ulm wird mit einer Vielzahl an Projekten und Initiativen aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen, vernetzten und effizienten Verkehrsinfrastruktur gearbeitet. Von innovativen Rufbussystemen über den Ausbau des Schienennetzes bis hin zu neuen Konzepten für den intermodalen Verkehr – die Region setzt auf eine ganzheitliche Mobilitätsstrategie, die sowohl den Alltag der Menschen erleichtert als auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

ADKflex (zum Video)
Das innovative Rufbussystem ist im Alb-Donau-Kreis seit 2022 rund um Ehingen und Munderkingen mit klimafreundlichen E-Fahrzeugen im Einsatz, besonders in den kleinen Orten und Weilern, die außerhalb der gängigen Schülerzeiten keine regelmäßige ÖPNV-Anbindung haben. Die Fahrten finden stündlich statt – aber nur, wenn sie vorher auch gebucht wurden und es gibt eine Vielzahl an Haltestellen, sodass jeder Ort maximal 250 Meter von der nächsten Haltestelle entfernt ist. Gebucht werden kann mindestens eine Stunde vor der gewünschten Fahrt online oder telefonisch – besonders abends und am Wochenende ist das Angebot bisher gut ausgelastet. Die Fahrten sind in den DING-Fahrplan integriert und auf die Anschlüsse an Bus und Bahn abgestimmt. Das Pilotprojekt läuft erst einmal bis 2030.

Bahnhof Merklingen-Schwäbische Alb (zum Beitrag)
Der Bahnhof Merklingen wurde in Rekordzeit gebaut und gilt als Vorzeigeprojekt, das als Mobilitätshub der Region verschiedene Verkehrsmittel verbindet und tausende Menschen an das Schienennetz anschließt. So trägt er maßgeblich zum Ausbau des ÖPNV-Netzes im Alb-Donau-Kreis bei und hat auch der Elektromobilität in der Region einen Boost verpasst: Auf dem Park-and-Ride-Platz des Bahnhofs haben 259 Elektroautos Platz, der Strom für den E-Ladepark kommt aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach über den Parkplätzen. Bereits im ersten Jahr waren 800.000 Reisende unterwegs – durch 16 Buslinien, Parkplätze und Bike & Ride wird den Fahrgästen die Weiterfahrt erleichtert.

Regio S-Bahn Donau-Iller (zum Video)
Im bundesländerübergreifenden Projekt haben sich 10 Landkreise und Städte in der Region zusammengeschlossen, um den Schienenverkehr auszubauen, neue Halte und Linien sowie Barrierefreiheit zu schaffen und einen dichteren Takt der Verbindungen zu erreichen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Elektrifizierung der Linien. Das System Regio S-Bahn soll sich als Rückgrat des Mobilitätsangebots für die ganze (Innovations)Region etablieren. Der neue Liniennetzplan mit den Städten Ulm und Neu-Ulm im Mittelpunkt, reicht bspw. von Biberach bis Aalen, von Memmingen bis Munderkingen und kann sich definitiv sehen lassen.

Active2Public Transport (A2PT) (zum Video)
Wie kommt man mit dem Fahrrad am besten zum Bahnhof, wo kann man es sicher abstellen oder wie erreicht man den Bahnhof am besten zu Fuß. Diese und weitere Fragen betrachtet das Donaubüro und seine internationalen Projektpartner im Projekt Active2Public Transport. Fußverkehr, Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr sollen besser miteinander verknüpft werden, um die CO2-Emissionen im Donauraum durch mehr nachhaltige Mobilität zu senken. Das Projekt stellt den Status Quo fest, sammelt Best Practice-Beispiele aus anderen Ländern und testet konkrete Lösungen für die Region, wie bspw. neue Haltesysteme für Räder in Bus und Bahn oder integrierte Ticketsysteme, wo neben dem Ticket für den öffentlichen Nahverkehr das Fahrrad am Haltepunkt direkt mit gebucht werden kann. Aktuell (März 2025) werden 10 Testpersonen gesucht, die 4 Wochen auf ihr Auto verzichten und stattdessen mit einem gestellten Fahrrad und einem Ticket für Bus und Bahn unterwegs sind! Hier geht’s direkt zur Anmeldung für den Test, weitere Infos zum Projekt gibt es hier.

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (zum Beitrag)
Die Stadtwerke decken eine ganze Bandbreite an Themen im Bereich Mobilität ab: Ein Beispiel ist natürlich das E-Carsharing mit swu2go. Das Netz in der Innenstadt wird weiter ausgebaut und verdichtet und es gibt immer wieder Highlights wie den ID. Buzz als neuestes Mitglied im Fuhrpark. Auch eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur für E-Autos stellt die SWU zur Verfügung, unter anderem im bisher schnellsten Ladepark im Ulmer Norden direkt an der A8. Weiteres Vorzeigeprojekt ist die Elektrifizierung des ÖPNV. Bis 2026 sollen die Hälfte der Ulmer Buslinien elektrifiziert sein – Eine Förderung des Landes Baden-Württemberg unterstützt. In der Stadt selbst wird gerade eine wichtig Hauptachse des ÖPNV-Netzes modernisiert: die Linie 1. Bahnsteige werden verlängert, um die Kapazität zu erhöhen, aber auch die Barrierefreiheit wird verbessert, Wegebeziehungen neu geordnet und Flächen nach Möglichkeit entsiegelt und neu bepflanzt.

Die Projekte zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltige Mobilität und moderne Verkehrslösungen miteinander verknüpft werden können und leisten so einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur. Sie fördern den Übergang zu umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln, verknüpfen verschiedene Verkehrsträger effizient miteinander und machen die Region fit für die Zukunft.

Zu allen genannten Projekten finden Sie Videos und andere weiterführende Inhalte auf unseren Social Media Kanälen:
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Mobilität in der Innovationsregion
Annika Morath vom Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und Oliver Dümmler, Geschäftsführer des Vereins Regio S-Bahn Donau-Iller