Regionale Ressourcen. Neue Wertschöpfung. Zukunft im Kreislauf.
Bioökonomie für die Innovationsregion Ulm
Warum Bioökonomie?
Weil Ressourcen wertvoll sind.
Biologische Rohstoffe und Reststoffe bieten großes Potenzial – wenn wir sie intelligent nutzen und im Kreislauf führen.
Weil Innovation neue Lösungen braucht.
Bioökonomie verbindet Forschung, Technologie und Unternehmertum und schafft Raum für neue Ideen.
Weil Wertschöpfung regional entstehen kann.
Vorhandene Ressourcen höherwertig zu nutzen, stärkt Unternehmen, schafft Kooperationen und hält Wertschöpfung in der Region.
Weil Zukunft Zusammenarbeit braucht.
Bioökonomie entsteht dort, wo Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Gesellschaft gemeinsam handeln.
ODER
Die Welt verändert sich – und mit ihr die Wirtschaft. Steigende Rohstoffpreise, begrenzte Ressourcen, neue gesetzliche Anforderungen und die Notwendigkeit, nachhaltig zu wirtschaften, verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen. Gleichzeitig eröffnen technologische Entwicklungen neue Möglichkeiten, biologische Ressourcen intelligenter zu nutzen und regionale Wertschöpfung neu zu denken. Genau hier setzt die Bioökonomie an.
Bioökonomie steht für eine klimafreundliche und ressourcenschonende Wirtschaftsweise, für nachhaltige Kreislaufwirtschaft statt fossiler Rohstoffe und einen grundlegenden Wandel in Produktion und Konsum. Dabei werden Innovation, Nachhaltigkeit und Wirtschaft verbunden. Gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft, Kommunen und weiteren Partnern entwickeln wir neue Ideen für eine zukunftsfähige regionale Wertschöpfung.
Bioökonomie gibt es in der Region bereits heute
In der Innovationsregion Ulm gibt es bereits zahlreiche Aktivitäten und Vorarbeiten rund um Bioökonomie.
Beteiligen Sie sich gerne!
Was ist Bioökonomie?
Biobasierte Kreislaufwirtschaft
Bioökonomie bedeutet, biologische Ressourcen intelligent und nachhaltig zu nutzen – anstelle von Erdöl, Erdgas und endlichen Ressourcen setzt das Konzept auf nachwachsende Rohstoffe, Kaskadennutzung und Recycling. Biomasse wie Pflanzen, Holz, Pilze oder Mikroorganismen bilden die Basis für innovative Produkte. Ob Bioplastik aus pflanzlichen Reststoffen, Textilien aus Holzfasern, biogene Aktivkohle zur Wasseraufbereitung oder Düngemittel aus Kläranlagen – die Bioökonomie nutzt moderne Biotechnologie und setzt auf geschlossene Kreisläufe, um Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen abzubauen und Müllberge gar nicht erst entstehen zu lassen.

Bioökonomie ist zum Beispiel…
- Biobasierte Kunststoffe wie PLA (Polylactide)
- Aus Bioabfall werden Energie, Dünger und Kompost
- Naturbaustoffe wie Holz, Stroh oder Hanf ersetzen energieintensive Materialien
- Biogasanlagen werden zu Bioraffinerien und produzieren Düngemittel und Torfersatz
- Rückgewinnung von Metallen aus Elektroschrott über Biomining
Warum ist Bioökonomie für die
Innovationsregion Ulm wichtig?
Unsere Region bringt beste Voraussetzungen mit:
- starke Industrie und innovativer Mittelstand
- leistungsfähige Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Potenziale
- kurze Wege zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen
- ein starkes Netzwerk für Kooperationen und Technologietransfer
Diese Vielfalt bietet ideale Voraussetzungen, um Bioökonomie gemeinsam voranzubringen.
Was wollen wir damit erreichen, Bioökonomie in der Region stärker zu verankern?
- Resilienz der Wirtschaft stärken
- Ressourcen besser nutzen
- Klimaschutz fördern
- Innovation gemeinsam entwickeln
Bioökonomische Wertschöpfung ist oft komplex – sie kann am besten dort entstehen, wo Beteiligte entlang einer Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, aus Unternehmen, Wissenschaft und Kommunen.

Vorarbeiten in der Region: Das Projekt BÖKADO
Im Landratsamt Alb-Donau-Kreis ist das Thema Bioökonomie seit 2021 präsent. Es wurde bereits ein Bioökonomiekonzept mit Maßnahmenkatalog für den Kreis erarbeitet. Außerdem wird seit Anfang 2025 über eine Förderung des Ministeriums für ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat am Projekt BÖKADO gearbeitet.
Hier liegt der Fokus vor allem auf land- und forstwirtschaftlichen Themen wie der Weiterentwicklung von Biogasanlagen, Pyrolyse und Pflanzenkohle sowie dem klimaresilienten Waldumbau und der hochwertigen Holznutzung. Außerdem wurde eine Stoffstrom- und Stakeholderanalyse durchgeführt.
Das Projekt NABINNU

„Nachhaltige urbane Bioökonomie in der Innovationsregion Ulm“
Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft eine regionale Bioökonomiestrategie zu entwickeln und konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige, biobasierte Kreislaufwirtschaft auf den Weg zu bringen. Das Projekt soll dazu beitragen, neue Wertschöpfungsketten zu etablieren, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Region langfristig als Vorreiter einer nachhaltigen Bioökonomie zu positionieren.
Einige Maßnahmen sind bereits im Entstehen, etwa der Einsatz von Pflanzenkohle für Schwammstadt-Konzepte bei der Stadt Ulm, oder die Entwicklung einer Nährstoffabtrennung an der Kläranlage Steinhäule. Doch Initiativen und Unternehmen aus der Innovationsregion sind aufgerufen, sich an der Entwicklung weiterer Maßnahmen zu beteiligen.
In Ihrem Unternehmen oder Betrieb fallen Reststoffe an, die bisher eher entsorgt als verwertet werden? Sie sind interessiert, mehr über Bioökonomie und mögliche Anknüpfungspunkte zu erfahren? Kontaktieren Sie uns gern für ein unverbindliches Gespräch.
„Die Bioökonomie bietet enorme Chancen für unsere Region. Sie verbindet Innovation, Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung und schafft neue Möglichkeiten für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen. Mit NABINNU möchten wir die vorhandenen Kompetenzen der Innovationsregion Ulm gezielt vernetzen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die einen echten Mehrwert für die Region schaffen“.
Simone Strobel, Geschäftsführerin der Innovationsregion Ulm

