Ulms Bassminister Hellmut Hattler gibt ein Heimspiel

27. September 2013

Es ist ja nicht so, dass sich Hellmut Hattler in den letzten Jahren gelangweilt hätte: Der Bassist spielt mit seinen Bands KRAAN, SIYOU’n’HELL und als Dauergast bei der DEEP DIVE CORP, er erfreut sich einer umfangreichen Familie, dazu kam 2012 die temporäre TAB TWO-Reunion. Aber neben all diesen Verpflichtungen steht doch sein Baby HATTLER im Mittelpunkt seines musikalischen Schaffens, bereits seit dem Jahr 2000 ist dieses Projekt seine allerpersönlichste Spielwiese: Zusammen mit musikalisch gleichgesinnten Freigeistern wie Peter Musebrink, Fola Dada, Oli Rubow und Torsten de Winkel entstanden sechs international erfolgreiche Alben, in denen er gezielt an der Auflösung von Grenzen arbeitete – der Grenze zwischen Zeitlosigkeit und Hipness, zwischen analog und digital, zwischen Bassgroove und Melodiebogen.

Genau da macht auch das neue HATTLER-Album The Kite weiter. Und fügt noch etwas hinzu: nämlich eine schwerelose Entspannheit, die in tiefen Wurzeln ruht. »Diese Platte fühlt sich für mich an wie ein Freispiel«, bestätigt Hellmut Hattler den Höreindruck. Nach über 40 erfolgreichen Jahren im Musikgeschäft muss er niemandem mehr etwas beweisen. »Ich habe alles weggelassen, was irgendwie drüber ist, ich brauche kein Imponiergehabe mehr«, sagt er.

Drei Jahre hat er sich Zeit gelassen für die Produktion, die Songs sind nach und nach entstanden. Eines haben sie alle gemeinsam: Der Bass hat sich von seiner urspünglichen Begrenzung als Rhythmusgeber gelöst. Hattler lässt das Instrument von der Leine und gibt ihm Melodien zu spielen, die die tiefe Stimmlage des Basses reizvoll konterkarieren.  

Ulms Bassminister Hellmut Hattler gibt ein Heimspiel

12 Titel, die vollkommen entspannt zwischen programmierten Beats, melodieverliebtem Bass und urbanen Sounds oszillieren – das ist das siebte Hattler-Album The Kite, das er am Dienstag, den 1. Oktober, live im Ulmer Kulturzentrum Roxy vorstellen wird.

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