Regionalsiege „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ vergeben

16. Februar 2020

Auch die 17. Runde des Jugend forscht-Regionalwettbewerbs der Innovationsregion Ulm verlief für die Schulen und Schülerforschungszentren in der Region mit insgesamt 13 Regionalsiegen sehr erfreulich.

Die Innovationsregion Ulm organisiert und finanziert den Regionalwettbewerb seit nunmehr 17 Jahren. Ihr erster Vorsitzender, Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch, zeigte sich beim Rundgang und bei der Preisübergabe beeindruckt von der Vielfalt der Forschungsprojekte. In seiner Festrede dankte er allen Beteiligten – den Jugendlichen, deren Betreuungslehrkräften, Schulen, Eltern sowie dem langjährigen Wettbewerbsleiter Jochen Krüger und der Jury – für ihren Einsatz.

Bei der öffentlichen Ausstellung ihrer Wettbewerbsprojekte hatten die Jugendlichen am Samstag Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten in der Donauhalle zu präsentieren. In der anschließenden Feierstunde wurden die insgesamt 13 Regionalsieger-Teams in den Sparten Jugend forscht und Schüler experimentieren gekürt. Angesichts der hohen Qualität der Projekte vergab die Jury in den Fächern Chemie sowie Geo- und Raumwissenschaften jeweils zwei erste Plätze.

Der 17. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ der Innovationsregion Ulm war für Jochen Krüger der achte und zugleich letzte in seiner Funktion als Wettbewerbsleiter. Gunter Czisch, der erste Vorsitzende der Innovationsregion Ulm, dankte ihm für seinen großartigen, ehrenamtlichen Einsatz. Die baden-württembergische Landeswettbewerbsleiterin Dr. Marianne Rädle zeichnete ihn mit der goldenen Jugend forscht-Ehrennadel aus. Zuvor hatte der scheidende Wettbewerbsleiter noch die Preise an die 93 Teilnehmerinnen und Teilnehmer übergeben, die mit 47 Projekten angetreten waren.

Regionalsieger aus der Region Ulm/Alb-Donau

Oberbürgermeister Gunter Czisch hatte zu Beginn der Feierstunde auf die starke Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region hingewiesen und dazu einige Beispiele angeführt. Im Fachgebiet „Arbeitswelt“ wurde dies gleich unter Beweis gestellt. Fabio Briem (18), Miriam Warken (18) und Johans Mack (18) hatten ihr Projekt „Legionellen verschwinden durch unsere Druckwellen!“ zwar am Schülerforschungszentrum Ulm erstellt, dabei aber auch eng mit hiesigen Firmen zusammengearbeitet. Als Regionalsieger dürfen sie sich nun auf die Teilnahme am Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Fellbach freuen.

Den „Ulmer Himmel zum Mitnehmen“ entwickeln Jan Hauke (16) und Emilian Hunsdorfer (17) vom Schubart-Gymnasium Ulm. Mit ihrem Projekt wollen sie jedem die Möglichkeit geben, von zu Hause oder unterwegs die Faszination „Sternenhimmel“  zu erleben. Dafür soll das Schulteleskop über ein Online-Portal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Jury zeigte sich begeistert und zeichnete das Projekt mit einem der beiden ersten Preise im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften aus.

„Schneewittchen 4.0: Wer hat an meiner Cloud gewerkelt?“ nannte Mathieu Bello (13) vom Robert-Bosch-Gymnasium Langenau seine Arbeit. Er forscht am Schülerforschungszentrum Ulm und beschäftigt sich mit der Sicherheit in zukünftigen IoT (Internet of Things)-Netzen. Seine überzeugende wissenschaftliche Herangehensweise belohnte die Jury mit dem Regionalsieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

Markus Baier (15), Simon Martin (17) und Fabio Briem (18) vom Robert-Bosch-Gymnasium Langenau hatten schon beim letzten Jugend forscht-Regionalwettbewerb den ersten Platz im Fachgebiet Physik errungen. Mit ihrem Projekt „Ups, das fällt ja – nicht! Standhafte Physik im Turm der Reibung“, das am Schülerforschungszentrum Ulm entstand, war das Trio auch in diesem Jahr erfolgreich.

Annkatrin Schärfl vom Gymnasium St. Hildegard Ulm überzeugte die Technik-Jury mit ihrem Projekt „Adaptives Licht“. Die 13jährige baute und programmierte eine Lampe, die die Lichtstärke je nach Helligkeit des Raumes automatisch einstellt. Das brachte ihr den Regionalsieg und sie wird nun im Fachgebiet Technik die Region beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Balingen vertreten.

Jonas Münz (17), der im vergangenen Jahr mit seinem Mitstreiter Jakob Rehberger den 1. Preis des Bundespräsidenten beim Bundeswettbewerb Jugend forscht erhalten hatte, ging in diesem Jahr mit Philipp Engelhardt (19) und Simon Stückrad (16) an den Start. Am Schülerforschungszentrum Ulm entstand mit Unterstützung durch die regionale Wirtschaft das Projekt „upps- das hält ja!“. Die Schüler hatten sich gefragt, warum Bauteile kaputt gehen. Mit Hilfe eines neuen Verfahrens (Ultrasonic Power Pressure System) haben sie erreicht, nicht nur die Betriebsfestigkeit, sondern auch die Dauerfestigkeit verschiedenster Bauteile deutlich zu verbessern. In einem starken Teilnehmerfeld – insgesamt gab es 14 Technikprojekte – belegte das Trio den ersten Platz.

Die weiteren Preisträger aus der Region Ulm:
Zweiter Preis:
Arbeitswelt/Jugend forscht: Jan Hauke (16), Tom Lowag (17) und Raphael Ziemowski (17), Schülerforschungszentrum Ulm
Physik/Jugend forscht: Elijah Keifert (16) und Andreas Bierbaum (16), Schülerforschungszentrum Ulm
Technik/Jugend forscht: Julian Ruess (17), Robert-Bosch-Schule Ulm
Dritter Preis:
Arbeitswelt/Jugend forscht: Aaron Molt (16) und Jonas Jostan (18), Schubart-Gymnasium Ulm
Sonderpreise:
„Energiewende“: Julian Ruess (19), Robert-Bosch-Schule Ulm
Innovationspreis der Technischen Hochschule Ulm (neu, zum ersten Mal verliehen): Jonas Münz (17), Philipp Engelhardt (19) und Simon Stückrad (16), Schülerforschungszentrum Ulm
„Thinking Safety“: Aaron Molt (16) und Jonas Jostan (18), Schubart-Gymnasium Ulm
Wieland-Preis Technik: Fabio Briem (18), Miriam Warken (18) und Jonas Mack (18), Schülerforschungszentrum Ulm

Regionalsieger aus der Region Landkreis Biberach

„Klappe zu, Fliege tot – Wie stark ist eine Venusfliegenfalle?“ hatte sich Ludwig Aigner (14) gefragt. Am Schülerforschungszentrum Ochsenhausen versuchte er, eine Antwort darauf zu finden. Vom Ergebnis zeigte sich die Jury im Fachgebiet Biologie beeindruckt. Als Regionalsieger darf sich Ludwig nun auf die Teilnahme am Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Balingen freuen.

In der Sparte „Jugend forscht“ waren Lennart Volz (17), Tom Broß (18) und Kevin Jautz (16) vom Kreisgymnasium Riedlingen erfolgreich. Sie hatten ihr Vorjahresprojekt „Borkenkäfer und natürliche Gegenspieler im  Kulturwald“ weiter entwickelt. In Abspreche mit dem Kreisforstamt Biberach hatte das Trio in einem Waldgebiet bei Riedlingen das Monitoring der Borkenkäfer übernommen und die Wirkung von Gegenspielern wie bestimmte Schimmelpilze untersucht. Das dabei ermittelte Ergebnis gibt Anlass zur Hoffnung bei der Bekämpfung des Borkenkäfers. Die Jury würdigte die Arbeit mit dem Regionalsieg.

Mit Lebensmittelfarben setzte sich Carina Braig (14) am Schülerforschungszentrum Biberach auseinander. Sie wies sogenannte AZO-Farbstoffe in gekaufter Lebensmittelfarbe nach und versuchte herauszufinden, bei welcher Farbstoffmenge der EU-Grenzwert überschritten wurde. Die Jury zeigte sich von der wissenschaftlichen Herangehensweise begeistert und zeichnete das Projekt „Wird mir das zu bunt?“ mit dem ersten Preise im Fachgebiet Chemie in der Sparte „Schüler experimentieren“ aus.

Tom Broß (18) beschäftigt sich nicht nur mit Borkenkäfern. Mit seiner Schwester Joline (16) nahm er sich der Fragestelltung an, wie effizient und umweltschonend der Energieträger Wasserstoff hergestellt werden kann. Das Forschungsprojekt „Umweltfreundliche und schwingungsgestützte Wasserelektrolyse“ entstand am Kreisgymnasium Riedlingen und wurde von der Jury mit dem Regionalsieg im Fachgebiet Chemie in der Sparte „Jugend forscht“ belohnt.

Am Planetarium der Volkssternwarte Laupheim und am Schülerforschungszentrum Landkreis Biberach forschten Lea Butscher (15) und Lena Kugler (14) für das Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Im Projekt „LISA – Licht von Sternen analysiert“ analysierten sie Sternspektren mittels Infrarot-, Rotlicht-, Grünlicht-, Blaulicht- und UV-Filtern. Damit soll untersucht werden, ob es auch Amateuren möglich ist, die Temperatur und Entfernung von Sternen zu messen. In der Sparte „Jugend forscht“ gewann das Duo einen der beiden Regionalsiege.

„Einsteins Trampolin“ brachte Christian Krause (12) Glück. Am Schülerforschungszentrum Ochsenhausen erstellte er sein Projekt, mit dem die Effekte der Gravitation wie Planetenbewegung um eine Sonne oder die Bewegung eines Mondes um einen Planten veranschaulicht werden. Im Fachgebiet Physik erreichte er damit den Regionalsieg und wird nun beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Balingen antreten.

Die weiteren Preisträger aus der Region Biberach:
Zweiter Preis:

Biologie/Schüler experimentieren: Ludwig Kappeler (12) und Johannes Schenk (12), Schülerforschungszentrum Biberach
Chemie/Schüler experimentieren: Leopold Aigner (13), Philipp Rostock (13) und Frederik Sperling (10), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen
Chemie/Schüler experimentieren: Lina Bernlöhr (13) und Beheshta Merzale (13), Schülerforschungszentrum Biberach
Geo- und Raumwissenschaften/Schüler experimentieren: Valentin Ziegler (11) und Tom Engler (11), Planetarium Laupheim, Schülerforschungszentrum Landkreis Biberach
Geo- und Raumwissenschaften/Schüler experimentieren: Nikolai Hauler (12) und Niklas Ziegler (11), Planetarium Laupheim, Schülerforschungszentrum Landkreis Biberach
Geo- und Raumwissenschaften/Jugend forscht: Jonathan Mahrt (15), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen
Physik/Schüler experimentieren: Torben Bergendahl (13) und Jonas Heinz (13), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen
Technik/Schüler experimentieren: Samuel Fuchs (12), Schülerforschungszentrum Biberach
Technik/Jugend forscht: Leon Schnieber (19), Uhlmann Pac Systeme GmbH & Co. KG, Laupheim
Dritter Preis:
Chemie/Schüler experimentieren: Magdalena Hornberger (12), Emmy Dumbach (12) und Evelyn Grund (12), Schülerforschungszentrum Biberach
Mathematik-Informatik/Jugend forscht: Niklas Hornung (17), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen
Mathematik-Informatik/Jugend forscht: Mira Lürken (12), Dominik Zeihsel (16) und Helen Gerner (13), Carl-Laemmle-Gymnasium, Laupheim
Technik/Schüler experimentieren: Maximilian Graf (12) und Niklas Wachter (12), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen
Technik/Schüler experimentieren: Samu Isufi (11), Theo Münst (12) und Marian Hauler (12), Planetarium Laupheim, Schülerforschungszentrum Landkreis Biberach
Sonderpreise:
„CataLight-Preis“: Tom Broß (18) und Joline Broß (16), Kreisgymnasium Riedlingen
„Nachwuchs-Innovationspreis“: Carina Braig, Schülerforschungszentrum Biberach
„plusMINT“ für interdisziplinäre Projekte“: Sami Isufi (11), Theo Münst (12) und Marian Hauler (12), Planetarium Laupheim, Schülerforschungszentrum Landkreis Biberach
„Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung“: Lea Butscher (15) und Lena Kugler (14), Planetarium Laupheim, Schülerforschungszentrum Landkreis Biberach
Sonderpreis des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: Lennart Volz (17), Tom Broß (18) und Kevin Jautz (16), Kreisgymnasium Riedlingen
„Uhlmann-Preis PharmaPackaging“: Jan-Patrick Otto (16), Luca Jonski (15) und Paul Nachtigall (15), Schülerforschungszentrum Biberach
„Umwelttechnik“: Till Steinle (10), Leo Kühn (12) und Cosmin Fiegen (11), Schülerforschungszentrum Biberach
sowie Jonathan Mahrt, Schülerforschungszentrum Ochsenhausen

Preisträger aus der Region Landkreis Ravensburg:
Regionalsieg
Chemie/Jugend forscht: Lea Banhardt (16) und Leon Altenried (17), Hans-Multscher-Gymnasium Leutkirch, Projekt „KLEBER FOR FUTURE: Kann selbst hergestellter Kleber mit industriellen Klebern mithalten?“, Sonderpreis „REset Plastic“
Dritter Preis Biologie/Jugend forscht: Emil Wieder (17 und Tim Janusch (17), Hans-Multscher-Gymnasium Leutkirch

Schulpreise
Im Rahmen der Feierstunde erhielt das Kreisgymnasium Riedlingen den CTS-Schulpreis im Wert von 1000 Euro. Mit dem IHK-Schulpreis zeichnete IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin W. Deinhard das Schubart-Gymnasium Ulm, das Robert-Bosch-Gymnasium Langenau, das Wieland-Gymnasium Biberach und das Gymnasium Ochsenhausen aus. Sie hatten die meisten Schülerinnen und Schüler für „Jugend forscht“ begeistert.

Siegerliste 2020

Die Entwicklungsperspektiven für Kinder und Jugendliche sind in der Innovationsregion Ulm außergewöhnlich gut. Schon im Kindergarten beschäftigen sich Mädchen und Jungen mit Naturwissenschaft und Technik. Modellprojekte sorgen für eine enge Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule. Die internationale Schule und das Basketball-Internat an der Urspringschule in Schelklingen ermöglichen das Lernen in einem internationalen Umfeld. Eine Vielzahl an weiterführenden Schulen bereitet praxisnah auf Studium und Berufsleben vor. Bildungsnetzwerke ermöglichen den Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitswelt und Schule.

Mit ihrem breiten Fächerspektrum erfreuen sich Universität Ulm, Hochschule Ulm und Hochschule Neu-Ulm großer Beliebtheit. Das belegen die stetig wachsenden Studienzahlen. Sicher tragen dazu auch die guten Platzierungen in Hochschul-Rankings bei.

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