13 Millionen Euro Fördermittel für die Region

15. April 2021

Im Rahmen des Wettbewerbs RegioWin2030 des Landes Baden-Württemberg ist das Regionale Entwicklungskonzept „Schwabenbund 2030: Wir schaffen die erfolgreiche Transformation im Mittelstand“ mit seinen beiden Leuchtturmprojekten prämiert worden. Konkret geht es dabei um den Aufbau eines Transferzentrums für Digitalisierung, Analytics & Data Science in Ulm (DASU) und eines Transferzentrums für Industrielle Bioökonomie in Biberach (TIB). Hierfür fließen in den kommenden Jahren rund 13,4 Millionen Euro an Fördermitteln in die Region. Das Konzept wurde unter Federführung der IHK Ulm gemeinsam mit vielen regionalen Akteuren in den letzten zwei Jahren erarbeitet.

„Wir freuen uns sehr über die Prämierung des Konzeptes. Beide Leuchtturmprojekte tragen zur Weiterentwicklung und damit erfolgreichen Zukunft unserer Wirtschaftsregion bei“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin W. Deinhard die hervorragende Nachricht. „Gemeinsam haben wir es mit unseren Partnern geschafft, die anvisierten Fördergelder auch tatsächlich in die Region zu holen.“

Anlaufstelle für datenwissenschaftliche und -analytische Fragen
Das DASU soll mit einer anwendungsorientierten Ausrichtung als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Gesellschaft sowie Verwaltung fungieren. Zentrale Akteure des Projekts sind die IHK Ulm, die Stadt Ulm, die Universität und die Technische Hochschule Ulm. „Das DASU ist multidisziplinär und ganzheitlich aufgestellt und vereint alle relevanten wissenschaftlichen Bereiche für Digitalisierung, Analytics und Data Science in der Region“, erklärt Professor Michael Weber, Präsident der Universität Ulm. Und Professor Brigitte Zürn, Vizepräsidentin der IHK Ulm, fügt hinzu: „Als interdisziplinäres Transferzentrum wird das DASU dazu beitragen, den Zugang zu datenbasierter Wertschöpfung vor allem für kleine und mittlere Unternehmen zu erleichtern, Digitalisierungsprozesse zu beschleunigen und in neuen Geschäftsmodellen praktisch anzuwenden“. Mit dem DASU wird die enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Technischer Hochschule Ulm in einem weiteren Feld ausgebaut. „Dank der Unterstützung von IHK und Stadt Ulm sind damit die besten Grundlagen dafür geschaffen, dass dieses Transferinstitut in Tiefe und Breite ideal aufgestellt ist“, sagt Professor Volker Reuter, Rektor der Technischen Hochschule Ulm. Der Standort Ulm passt dabei gut zu vielen anderen Aktivitäten der Stadt im Bereich Digitalisierung. „Mit diesem Transferzentrum bauen wir unseren Standortvorteil nicht nur in der Stadt Ulm, sondern weit in die grenzüberschreitende Region hinein weiter aus und unterstützen unsere ansässigen Unternehmen noch gezielter in sämtlichen Digitalisierungsfragen“, zeigt sich Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, erfreut.

Einstieg in bioökonomische Produkte erleichtern
Das TIB wird als Vermittler und Drehscheibe der Region den Wandel einer erdölbasierten Wirtschaft hin zu einer Marktwirtschaft, in der fossile Rohstoffe durch nachhaltige Rohstoffe ersetzt werden, unterstützen. Projektinitiatoren sind hier Stadt und Landkreis Biberach, die Hochschule Biberach und die IHK Ulm. „Das TIB vermittelt als Erstberatungszentrum wissenschaftliches Know-how, um regionalen Betrieben den Einstieg in die bioökonomische Produktion oder Dienstleistungen zu erleichtern“, beschreibt Landrat Dr. Heiko Schmid das Konzept. Und Ralf Miller, Erster Bürgermeister der Stadt Biberach, ergänzt: „Als Transferzentrum in Biberach wird es dazu beitragen, ein breites Verständnis für die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe und daraus erzeugter nachhaltiger Produkte zu generieren. Die Bereitschaft zur Veränderung ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Auch Professor André Bleicher, Rektor der Hochschule Biberach, sieht großes Potenzial: „Dieser weitere Leuchtturm ermöglicht uns als Hochschule, aber auch als Region bioökonomische Innovationen, die nicht nur zu einer wirtschaftlichen, sondern auch zu einer sozial, ökologisch und organisatorisch nachhaltigen Entwicklung führen.“ Und Professorin Heike Frühwirth, Prorektorin für Forschung und Transfer, fügt hinzu: „Das TIB wird erstmalig in der Region die technischen Voraussetzungen bieten, dass Unternehmen zusammen mit der Wissenschaft ihre bioökonomisch geprägten Produkte und Dienstleistungen entwickeln und in den Prototypstatus überführen können.“ Auch das TIB ist also sehr anwendungsorientiert ausgerichtet. „Unsere Region bietet durch ihre Branchen- und Forschungsschwerpunkte wie zum Beispiel den Bereich der industriellen Biotechnologie beste Voraussetzungen, um den Schritt in die bioökonomische Wirtschaft voranzugehen. Mit dem TIB wird unseren mittelständischen Unternehmen nun eine Unterstützung auf dem Weg dahin geboten, um diesen Wandel erfolgreich meistern zu können“, sagt Johannes Remmele, Vizepräsident der IHK Ulm.

Für Interessierte bietet die IHK Ulm am 30. April ab 11 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung an. Hier werden die Projekte detailliert vorgestellt und aufgezeigt, wie regionale Unternehmen von den Projekten profitieren können. Anmeldung über www.ulm.ihk24.de, Nr. 177149222

 

Die Entwicklungsperspektiven für Kinder und Jugendliche sind in der Innovationsregion Ulm außergewöhnlich gut. Schon im Kindergarten beschäftigen sich Mädchen und Jungen mit Naturwissenschaft und Technik. Modellprojekte sorgen für eine enge Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule. Die internationale Schule und das Basketball-Internat an der Urspringschule in Schelklingen ermöglichen das Lernen in einem internationalen Umfeld. Eine Vielzahl an weiterführenden Schulen bereitet praxisnah auf Studium und Berufsleben vor. Bildungsnetzwerke ermöglichen den Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitswelt und Schule.

Mit ihrem breiten Fächerspektrum erfreuen sich Universität Ulm, Hochschule Ulm und Hochschule Neu-Ulm großer Beliebtheit. Das belegen die stetig wachsenden Studienzahlen. Sicher tragen dazu auch die guten Platzierungen in Hochschul-Rankings bei.

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Grafik: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
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