Landkreis Neu-Ulm wird „Digitale Bildungsregion“

3. April 2020

Ein Schreiben des Bayerischen Kultusministers Prof. Dr. Michael Piazolo hat im Landratsamt Neu-Ulm und in der gesamten Bildungsregion des Landkreises große Freude ausgelöst: Der Landkreis Neu-Ulm wird als „Digitale Bildungsregion“ ausgezeichnet.

„Das ist eine großartige Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und gleichzeitig ein Auftrag für die Zukunft, der uns viel zusätzliche Motivation gibt“, freute sich Landrat Thorsten Freudenberger. 2013 war der Landkreis Neu-Ulm zur ersten Bildungsregion Bayerns ausgezeichnet worden. „Umso mehr freut es uns, dass wir nun auch bei den ‚Digitalen Bildungsregionen‘ wieder ganz vorne mit dabei sind“, sagte Heiko Schleifer, Fachbereichsleiter Schule, Kindergarten, Sport und Kultur.

Der Bildungsbeirat hatte bereits im Frühjahr 2019 beschlossen, sich auf die Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus „Digitale Bildungsregion“ zu bewerben und hatte im Juli 2019 ein knapp 40-seitiges Konzept eingereicht, das federführend von der Bildungsbeauftragten Sonja Seger-Scheib erstellt worden war.

Die vier Handlungsfelder und somit Schwerpunkte dieses Konzeptes sind: Digitalisierung gemeinsam gestalten, Entwicklung einer modernen IT-Landschaft, Vermittlung von Kompetenzen für eine digitalisierte Welt sowie Wirtschaft 4.0 – Digitale Transformation. Die Idee dahinter ist, die bisherigen Projekte der Bildungsregion im Zeitalter der Digitalisierung umzusetzen und weiterzuentwickeln.

„Die Bildungsregion arbeitet seit Beginn sehr engagiert über ihre drei Organe: den Bildungsbeirat, die regionale Bildungskonferenz sowie die Schülersprecherversammlung. Diese Auszeichnung wird uns hier neuen Schwung geben, die Bildungsregion Neu-Ulm ins digitale Zeitalter zu führen“, sagte Landrat Freudenberger.

Die Auszeichnung „Digitale Bildungsregion“ ist mit keinerlei finanziellen Zuwendungen verbunden. „Es ist unsere Aufgabe, diese Auszeichnung mit Leben zu füllen. Dafür haben wir schon gute Ideen und sind teilweise auch schon mitten in der Umsetzung“, berichtete Schleifer. Denn das aktuelle Schwerpunktthema der Bildungsregion lautet „Berufliche Bildung und digitale Transformation“. Die Regionale Bildungskonferenz dazu war für den 24.03.2020 geplant und musste aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen.

Die neue „Digitale Bildungsregion“ wird sich davon aber nicht aufhalten lassen und sich schnellstmöglich an die Umsetzung der neuen Handlungsfelder machen.

Die Entwicklungsperspektiven für Kinder und Jugendliche sind in der Innovationsregion Ulm außergewöhnlich gut. Schon im Kindergarten beschäftigen sich Mädchen und Jungen mit Naturwissenschaft und Technik. Modellprojekte sorgen für eine enge Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule. Die internationale Schule und das Basketball-Internat an der Urspringschule in Schelklingen ermöglichen das Lernen in einem internationalen Umfeld. Eine Vielzahl an weiterführenden Schulen bereitet praxisnah auf Studium und Berufsleben vor. Bildungsnetzwerke ermöglichen den Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitswelt und Schule.

Mit ihrem breiten Fächerspektrum erfreuen sich Universität Ulm, Hochschule Ulm und Hochschule Neu-Ulm großer Beliebtheit. Das belegen die stetig wachsenden Studienzahlen. Sicher tragen dazu auch die guten Platzierungen in Hochschul-Rankings bei.

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Der Landkreis Neu-Ulm, schon seit 2013 Bildungsregion, ist jetzt auch „Digitale Bildungsregion“. Archivfoto: Seger-Scheib/Landratsamt Neu-Ulm
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