Neue Mobilitäts-Klimaschutzmanagerin und Fahrradbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm

22. Oktober 2021

Der Landkreis Neu-Ulm hat eine neue Mobilitäts-Klimaschutzmanagerin und Fahrradbeauftragte – Esther Schmid: Die 32-Jährige, die in Kolumbien geboren und in Crailsheim aufgewachsen ist, hat am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Geoökologie studiert und die Abschlüsse „Bachelor“ und „Master of Science“ erworben. Berufserfahrung sammelte sie bei Hamburgs Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger sowie in Berlin als Projektingenieurin im Bereich Altlasten. Außerdem fertigte die künstlerisch begabte Naturwissenschaftlerin Zeichnungen zum Thema Klimaschutz für die Öffentlichkeitsarbeit im Amt für Umwelt in Pforzheim an.

Die Hauptaufgabe von Esther Schmid ist nun, das Mobilitätskonzept des Landkreises in die Tat umzusetzen. „Es geht darum, den CO2 –Ausstoß im Verkehr zu reduzieren, indem umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad, den Bus oder die Bahn gegenüber dem Auto attraktiver zu machen“, erläutert Schmid. Die dabei größte Herausforderung für sich sieht die Umweltnaturwissenschaftlerin darin, in der Bevölkerung einen Bewusstseins- und Einstellungswandel zu bewirken: „Es sollte eine Selbstverständlichkeit werden, sich im Alltag mit einem anderen Verkehrsmittel als dem eigenen Auto fortzubewegen“, meint Schmid.

Wie will sie das erreichen? Sie sagt, es müsse ein sehr gutes Angebot bzw. Netz für verschiedene nachhaltige Mobilitätformen bestehen und auch bekannt sein. Mit diesen sollte man im Idealfall sein Ziel einfach, schnell, sicher und günstig erreichen. Zukunftsfähige, intelligent vernetzte und auch digitale Lösungen können dabei helfen.

Ein wichtiger Meilenstein für die Radverkehrsförderung im Landkreis Neu-Ulm ist die Zertifizierung als „fahrradfreundlicher Landkreis“. Dazu wird Ende Oktober die sogenannte Hauptbereisung der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK) stattfinden. „Der Zertifizierer wird prüfen, ob wir die Zertifizierungskriterien auch umsetzen bzw. bereits umgesetzt haben“, erklärt Schmid.

Sie weiß, worauf es ankommt, denn sie ist auch im Privatleben viel auf zwei Rädern unterwegs: „Das Fahrrad ist mein alltäglicher Begleiter. Damit fahre ich jeden Tag zur Arbeit, zum Einkaufen und bringe meinen Sohn zum Kindergarten. Und auch im Familienurlaub erleben wir viel vom Fahrradsattel aus.“

Die Entwicklungsperspektiven für Kinder und Jugendliche sind in der Innovationsregion Ulm außergewöhnlich gut. Schon im Kindergarten beschäftigen sich Mädchen und Jungen mit Naturwissenschaft und Technik. Modellprojekte sorgen für eine enge Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule. Die internationale Schule und das Basketball-Internat an der Urspringschule in Schelklingen ermöglichen das Lernen in einem internationalen Umfeld. Eine Vielzahl an weiterführenden Schulen bereitet praxisnah auf Studium und Berufsleben vor. Bildungsnetzwerke ermöglichen den Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitswelt und Schule.

Mit ihrem breiten Fächerspektrum erfreuen sich Universität Ulm, Hochschule Ulm und Hochschule Neu-Ulm großer Beliebtheit. Das belegen die stetig wachsenden Studienzahlen. Sicher tragen dazu auch die guten Platzierungen in Hochschul-Rankings bei.

Foto: Kerstin Weidner / Landratsamt Neu-Ulm
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