Junge Tüftler holen Preise

7. November 2016

Am K.O.-Kuli – mit dem sich testen lässt, ob ein Getränk K.O.-Tropfen enthält –  haben Lena Edelmann, Viktoria Magel, Florian Zeller, Merle Lauer und Verena Schneider vom Biotechnologischen Gymnasium zwei Jahre lang gearbeitet. „Beim Wettbewerb ,Jugend forscht’ durften sie nicht antreten, weil sie mit Drogen arbeiten“, sagt die betreuende Bio- und Chemielehrerin Beate Schäffold. Kaum hatte sie seinerzeit die Test-Substanz bestellt, bekam sie einen Anruf vom Landeskriminalamt. Aber als klar war, was damit passiert, konnte die Gruppe loslegen.
Die fünf Schüler haben ein Gerät entwickelt, das im Inneren eine Pipette hat. In die kann eine Probe des Getränks gezogen werden, dort reagiert sie, und das Gerät zeigt digital an, ob der Inhalt sauber oder mit K.O.-Tropfen versetzt ist.  „Das Verfahren funktioniert gut“, sagt die Lehrerin. Aber das Gerät ist noch nicht ganz fertig: „Es fehlt noch die Miniaturversion in Kuli-Größe.“
An der Weiterentwicklung arbeitet jetzt eine neue Schülergruppe, nachdem die bisherigen fünf im Sommer Abitur gemacht haben und studieren. Die Initiatoren geben aber ihr Wissen weiter, sie arbeiten die Neuen ein. Außerdem haben sie auf der Messe Kontakte geknüpft, die sie zur Umsetzung brauchen können.
Gleiches gilt für das Projekt des Nano-Filters, der CO2 aus der Luft filtern kann.  Entwickelt haben ihn Simon Lung vom Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium sowie Florian Kleineberg und Tim Walter vom Biotechnologischen. „Sie haben nachgewiesen, dass Nano-Partikel das leisten können, und können diese auch herstellen“, erklärt Schäfer die Leistung ihrer Schüler.
Bei aller Freude über die Auszeichnung haben die Beteiligten ihre Unterstützer aber nicht vergessen: Sie bedankten sich beim Institut für Anorganische Chemie II der Uni Ulm und beim Fachbereich Mechatronik der Hochschule Ulm. 
Gold auch für Schüler vom SFZ Ulm
Niklas Gutsmiedl und Alexander Bayer vom SFZ-Standort Ulm wurden von der Jury für ihren „Blindbot“ mit einer Gold-Medaille ausgezeichnet. Blindbot ist eine elektronische Orientierungshilfe für Menschen mit Sehbehinderung, eine Art Blindenhund.  Beide erhielten zudem die höchste Auszeichnung, die auf der iENA vergeben wurde: die Ehrung des europäischen Erfinderverbands. Bereits im Frühjahr hatten sie mit ihrer Erfindung bei Jugend forscht abgeräumt und einen Sonderpreis der Christoffel-Blindenmission erhalten. (Text: Südwest Presse Ulm)

Junge Tüftler holen Preise

Bei der internationalen Erfindermesse in Nürnberg (iENA) haben zwei Gruppen der Valckenburgschule für ihre Arbeit eine Gold- und eine Silbermedaille eingeheimst. Gold gab es für die Entwicklung eines CO2-Nanofilters, Silber und den Großen Preis des deutschen Erfinderverbandes bekam das Projekt „K.O.-Kuli“. Niklas Gutsmiedl und Alexander Bayer vom Schülerforschungszentrum Ulm waren mit ihrem Projekt „Blindbrot“ erfolgreich.

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Mit dem K.O.-Kuli der beiden Erfinderinnen können verschiedene Getränke getestet werden. (Bild: Schwäbische Zeitung)
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