Speer kaputt! Was nun?

11. März 2016

„Speer kaputt! Was nun?“, heißt die kommende Sonderausstellung des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren (urmu). Ein zerbrochener Speer war für eiszeitliche Jäger ein häufiges Malheur, wie archäologische Funde zeigen. Zu einer neuen perfekten Jagdwaffe waren es etwa 200 Arbeitsschritte. Welche das sind, erfahren Besucher im urmu nicht nur anhand von Ausstellungstafeln und Exponaten. Sie sind aufgefordert, mit Feuerstein an einem Stamm zu schnitzen, mit Sandstein Geweih zu schleifen und Sehnen zu einer Schnur zur Befestigung einer Geschossspitze zu drillen. Überdies gibt es für Familien ein Ausstellungsspiel: Auf Wissens- und Ereignisfeldern geht es in einem Steinzeitparcours auf die Jagd.
Eröffnet wird die Mitmach-Ausstellung am Sonntag, 20. März 2016 mit einer Führung für Erwachsene um 11 Uhr und einer Führung für Kinder um 13 Uhr. Außerdem wird von 14 bis 17 Uhr Paläotechniker Frieder Palmer, der auch schon in verschiedenen Steinzeitdokus aufgetreten ist, einen Speer mit steinzeitlichen Werkzeugen und Materialien herstellen. Die Ausstellung wird bis zum 8. Januar 2017 zu sehen sein. Begleitend zur Ausstellung hat das urmu ein Programm unter dem Titel „Spitzentechnik“ zusammengestellt. Weitere Infos unter www.urmu.de.
Das urmu ist das zentrale Museum für Altsteinzeit in Baden-Württemberg und stellt das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren vor. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit zahlreichen Originalfunden aus der Region.
Öffnungszeiten in der Sommersaison bis 30. November:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (Pfingst- und Ostermontag geöffnet).

Speer kaputt! Was nun?

Holz schnitzen, Geweih schleifen, Sehnen drillen – in der neuen Mitmach-Ausstellung im urmu ist Hand anlegen gefragt. Eröffnung ist am 20. März 2016.

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