Frühjahrsakademie: Zukunft der Medizin

13. Februar 2017

Was wird die Medizin der Zukunft bringen? Können dank Stammzellforschung bald Krankheiten wie Parkinson geheilt werden? Bekommt jedes Paar mit Kinderwunsch das Recht auf ein „Designer“-Baby? Stellen Ärzte Diagnosen bald nur noch per Internet-Videotelefonie? Und werden wir Gesundheit kaufen können? Fragen, denen sich die Frühjahrsakademe widmen wird. Sie wirdam 27. März um 9.30 Uhr von Unversitätspräsident Professor Michael Weber eröffnet. Anschließend spricht zum Auftakt der Leiter des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Professor Florian Steger, über medizinethische Probleme am konkreten Beispiel der Fortpflanzungsmedizin.

Ethische Fragen greift am Dienstag auch Professor Michael Kühl (Leiter des Instituts für Biochemie und Molekulare Biologie) in seinem Vortrag über Stammzellforschung und -therapien auf. Weiterhin gewähren die Referenten an den Akademievormittagen beispielsweise einen Einblick in die „Gendermedizin“, die die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen berücksichtigt, oder zeigen die Chancen und Risiken von „Big Data“ im Gesundheitswesen auf – Stichwort „gläserner Patient“.

Zum Abschluss der Frühjahrsakademie am Freitagvormittag wird es erstmalig eine Podiumsdiskussion geben, die eine Klammer um die Themen der Akademie-Tage bilden soll. Expertinnen und Experten, darunter der Sportmediziner Professor Jürgen Steinacker, die Psychologie-Professorin Olga Pollatos oder die Pflegedienstdirektorin der Ulmer Universitätsklinik, Silvia Cohnen, erläutern aus ihrer Perspektive, welchen Stellenwert Gesundheit und Krankheit in Zukunft haben werden.

Wie gewohnt schließen sich am Montag, Dienstag und Donnerstag die Arbeitsgruppen – insgesamt sind es 32 – an die Vorträge an. „Dieses Mal sind zehn ganz neue Gruppen dabei sowie acht bekannte mit neuem Thema, so dass es auch für unsere ‚Stammgäste‘ abwechslungsreich bleibt“, berichten ZAWiW-Sprecher Professor Othmar Marti und der stellvertretende ZAWiW-Geschäftsführer Erwin Hutterer. „Und auch bei den 31 Mittwochsangeboten hat sich die Auswahl nicht nur verändert, sondern auch vergrößert“, ergänzt ZAWiW-Geschäftsführer Dr. Markus Marquard. Dieses Mal stehen zum Beispiel der Besuch eines Mehrgenerationenhauses oder der Synagoge in Ulm auf dem Programm. In den Mittagspausen können die Teilnehmer wieder ergänzende Angebote wie Yoga oder Lockerungsübungen wahrnehmen.

Während der gesamten Akademiewoche wird im Forum der Universität Süd zudem die Ausstellung „Das Prinzip Apfelbaum“ zu sehen sein. Dargestellt sind elf Persönlichkeiten wie der Literat Günter Grass oder der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit ihren Gedanken zur Frage „Was bleibt nach dem Tod?“. Die kulturelle Begleitveranstaltung, ein Theaterabend mit dem Schauspieler Walter Frei in der Theaterei Herrlingen (Blaustein), ist bereits ausverkauft.

Im Uni-Jubiläumsjahr widmen sich die Jahreszeitenakademien den Forschungsbereichen der Uni und starten mit der Medizin. Im Herbst stehen dann die anderen Fachbereiche wie Natur- oder Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt. Ein Novum: Die Referenten im Frühjahr und Herbst sind anlässlich des 50. Uni-Geburtstags ausnahmslos Mitglieder der Uni oder Universitätsklinik.

Die gesamte Akademiewoche kostet 89 Euro. Wer in die Frühjahrsakademie „reinschnuppern“ möchte, kann Vorträge, AGs und Mittwochsangebote auch einzeln buchen. Der Anmeldeschluss ist am 3. März.
Weitere Informationen/Anmeldung:

Frühjahrsakademie: Zukunft der Medizin

Die Frühjahrsakademie des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) dreht sich vom 27. bis 31. März um kommende Entwicklungen in der Medizin. Die Akademiewoche richtet sich an Männer und Frauen im dritten Lebensalter und davor, die sich für zentrale gesellschaftliche Fragestellungen interessieren. Der Anmeldeschluss ist der 3. März.

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