Sinnenfreudige Farbgewitter

9. November 2012

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“ Diese Definition des bedeutenden deutschen Malers Paul Klee (1879 – 1940) spiegelt sich im Werk der Neu-Ulmer Künstlerin Elfi Frauendorf. Vom 21. November 2012 bis 3. Februar 2013 sind Bilder von ihr im Museum für bildende Kunst in Oberfahlheim zu sehen.

Die Ausstellung, die den programmatischen Doppeltitel „Bilder einer Reise – Engel“ trägt, wird am Mittwoch, 21. November, um 19 Uhr eröffnet. Alle Kunstinteressierten sind willkommen. Bei der Vernissage sprechen stellvertretender Landrat Roland Bürzle (Begrüßung) und der bekannte Ulmer Schauspieler Walter von Have. Er führt in das künstlerische Schaffen von Elfi Frauendorf ein. Den musikalischen Part bestreitet der Komponist und Musiker, Ulrich Hahnel.

In ihren Bildern visualisiert Elfi Frauendorf Erlebnisse, Stimmungen und Töne. Mit kräftigen Farben malt sie Flächen, deren Linien und Konturen häufig zerfließen oder diffus gehalten sind. Der Kunstkritiker Eduard Ohm schreibt über Elfi Frauendorf: „Immer wieder aufs Neue reagiert sie an ihrer Staffelei auf die in ihrer Erinnerung aufbewahrten Eindrücke von Natur, von Musik, von Engelbildern und    übersetzt sie in ein sinnenfreudiges Farbgewitter.“

Entwickelt hat sich Elfi Frauendorfs charakteristischer Malstil über Jahrzehnte. 1980 begann die gebürtige Regensburgerin mit ihrer künstlerischen Tätigkeit. An der europäischen Akademie in Trier, an der Kunstakademie in Bad Reichenhall und bei namhaften Privatdozenten bildete sie sich weiter. 1997 wurde sie mit dem Kunstpreis „Söflinger Kuss“ ausgezeichnet. Der Öffentlichkeit präsentierte sie ihre Werke bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem in Südtirol, München, Hamburg, Innsbruck, Karlsruhe, Ulm und Neu-Ulm.

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