Meilenstein: Brückenhaus der Sparkasse Neu-Ulm

16. Dezember 2013

Dort, wo jetzt der Baubeginn gefeiert wurde und unter anderem ein Sparbüchlein und eine Zeitung vom Tag ins Fundament eingelassen wurden, entsteht die untere Ebene der zweigeschossigen Tiefgarage. Nun soll das Bauwerk zügig nach oben wachsen. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Arbeiten auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände bis zum Frühsommer 2015 abgeschlossen sein. Armin Brugger, Vorsitzender der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen, sprach denn auch von einem „Meilenstein“ und einem „Jahrhundertprojekt“, die Stadt Neu-Ulm erhalte mit dem Brückenhaus einen neuen Mittelpunkt. Die Sparkasse werde mit den künftigen Räumen „fit für die Zukunft“, durch den Verkauf und die Vermietung von Wohnungen und Gewerbeflächen trage sich das Vorhaben praktisch von selbst.

Landrat Erich Josef Geßner als Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrats erinnerte daran, dass die in den vergangenen Monaten abgerissenen alten Bankgebäude zu Recht als „vereinigte Hüttenwerke“ gegolten hätten. Der Neubau dagegen stehe für städtische Modernität – und vor allem stehe er am rechten Fleck. Die Donauinsel sei ein Filetstück, ein Juwel am Grenzfluss zwischen Bayern und Baden-Württemberg, das Brückenhaus mithin das künftige Tor zu Neu-Ulm – von Ulm aus gesehen. Neu-Ulms Oberbürger-meister Gerold Noerenberg griff den alten Kalauer auf, nachdem das Schönste an Neu-Ulm doch der Blick über die Donau nach Ulm sei: Bald werde der „eine oder andere gern von Ulm nach Neu-Ulm schauen“.

„Etwas vergleichbar Exklusives findet sich zwischen Stuttgart und München nicht“, sagt Oliver Schaller von der Düsseldorfer Firma „Leading Buildings“ über das Brückenhaus. Der Spezialist für die Vermarktung exklusiver Immobilien berichtete, dass von den 22 Eigentumswohnungen bereits fast die Hälfte verkauft seien. Und er deutet an, welche Käuferschicht er im Visier hat: Der Raum Ulm/Neu-Ulm zähle zu den Gegenden in Deutschland mit den meisten Millionären. Bei Quadratmeterpreisen, die bei 4500 Euro beginnen, sollten künftige „Insulaner“ auch über ein gut gefülltes Bankkonto verfügen.

Die Vermarktung der Gewerbeimmobilien beginnt erst im kommenden Jahr, ein 300 Quadratmeter großes Büro gesichert haben sich aber bereits die Notare von Adolf Reul und Alexander Lutz. „Es läuft gut“, so Oliver Schaller, er gehe fest davon aus, dass alle Flächen ihre Nutzer finden. Den Wert von Immobilien bestimme schließlich „Lage, Lage, Lage“.

Meilenstein: Brückenhaus der Sparkasse Neu-Ulm

Dass die Sparkasse auf der Neu-Ulmer Donauinsel jetzt ihren absoluten Tiefpunkt erreicht hat, ist für das Geldinstitut eine gute Nachricht: Ganz unten in der Baugrube wurde der Grundstein für das „Brückenhaus“ gelegt, einen Gebäudekomplex, der Platz für wichtige Bereiche der Bank, Gastronomie, Handel, Büros und hochwertige Wohnungen bieten wird. Ein Teil der vier- bis sechsstöckigen Bauten wird spektakulär auf die Donau hinauskragen.

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Im Beisein von OB Gerold Noerenberg, Landrat Erich Josef Geßner und Sparkassen-Direktor Armin Brugger (von links) wurde jetzt auf der Neu-Ulmer Donau-Insel der Grundstein für das neue Brückenhaus der Sparkasse gelegt. (Foto: Neu-Ulmer Zeitung / Kaya)
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