Zehn Regionalsieger-Teams gekürt

25. Februar 2024

Zum 21. Mal veranstaltete die Innovationsregion Ulm in diesem Jahr den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“. Am Samstag, 24. Februar 2024, wurden in der Donauhalle Ulm in einer Feierstunde die Preise übergeben. In der Sparte Jugend forscht wurden drei Regionalsieger-Teams gekürt, in der Sparte Schüler experimentieren gab es sieben erste Plätze.

Die 59. Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb steht unter dem Motto „Mach dir einen Kopf“. Bundesweit hat es über 10.000 junge Talente motiviert, selbst ein Forschungsprojekt zu erarbeiten und sich bei Jugend forscht anzumelden.

Am 21. Regionalwettbewerb der Innovationsregion Ulm gingen 90 Kinder und Jugendliche mit insgesamt 47 Projekten in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik an den Start.

Viele Besucherinnen und Besucher nahmen im Rahmen der öffentlichen Ausstellung in der Donauhalle die Gelegenheit wahr, sich von der Kreativität und dem Einfallsreichtum der jugendlichen Forscherinnen und Forscher ein Bild zu machen, darunter auch die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Vorstandsmitglied der Innovationsregion Ulm. Sie begrüßte die Festgäste der Feierstunde und dankte den ehrenamtlichen Jury-Mitgliedern, den Projektbetreuenden, den Sponsoren und ganz besonders auch Wettbewerbsleiter Robert Steiner und seinem Mitstreiter Michael Eisenmann für deren großes Engagement. Albsteiger zeigte sich beeindruckt von Ideen der jungen Forscherinnen und Forscher und von der gelungenen Umsetzung in den innovativen Projekten

In ihrem Grußwort würdigte Katarina Keck, Vorständin der Stiftung Jugend forscht e.V., Hamburg, das Engagement aller am Wettbewerb Beteiligten, insbesondere aber auch das der Innovationsregion Ulm, die den Regionalwettbewerb seit nunmehr 21 Jahren organisiert und finanziert.

Im Rahmen der Feierstunde zeichnete Keck die langjährige Patin des Wettbewerbs, Uschi Knapp, mit der goldenen Ehrennadel von Jugend forscht aus. Es war der letzter Wettbewerb der Geschäftsführerin der Innovationsregion Ulm. Sie geht Ende März in den Ruhestand. Geehrt wurde zudem Robert Steiner mit einer silbernen Ehrennadel für seine Verdienste als Wettbewerbsleiter. Er verabschiedet sich von dieser Funktion, wird Jugend forscht jedoch weiterhin als Jurymitglied verbunden bleiben.

Zehn erste Plätze vergeben

Bei der Feierstunde in der Donauhalle wurden die Regionalsieger-Teams gekürt. Es ging jedoch keine der Projekt-Gruppen ohne einen kleinen Preis und eine Urkunde nach Hause.

Im Fachgebiet Arbeitswelt waren in der Sparte Jugend forscht keine Projekte an den Start gegangen. In der Sparte Schüler experimentieren gewannen Paul Steidle (14), Julian Ritter (13) und Oskar von Heimendahl (12) vom Schubart-Gymnasium Ulm. Unter dem Titel „Sommer-Pflanzenretter“ testeten sie Systeme zur Bewässerung der Schulpflanzen in den sechswöchigen Sommerferien.

Während im Fachgebiet Biologie von der Jury keine ersten Plätze vergeben wurden, gab es im Fachgebiet Chemie in der Sparte „Schüler experimentieren“ gleich zwei erste Preise: Sofiia Denysenko vom Wieland-Gymnasium Biberach entwickelte eine Sonnenschutzcreme aus Grapefruit- und Zwiebelschalen als pflanzliche und nachhaltige Alternative zu den potenziell umweltschädlichen Produkten in den Supermarktregalen.

Vom Pestalozzi-Gymnasium Biberach kommen Clara Michael (14) und Danylo Invanenko (13), die Folien aus Alginat erfanden. Diese sind transparent, reißfest und wasserabweisend und können zum Beispiel als Überzug für recyclebares Holzbesteck zur Anwendung kommen.

In der Sparte „Jugend forscht“ war Yijiao Lu (17) vom Johann-Vanotti-Gymnasium Ehingen zusammen mit Juna Berreth (15) aus Stuttgart und Tim Werner (16) aus Mannheim angetreten. Gemeinsam beschäftigten sie sich am Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e.V., Stuttgart, mit der Fragestellung, wie man eigentlich unklebbare Kunststoffe dennoch fest miteinander verbinden kann. Ihre Arbeit „Induktives Verbinden von unpolaren Kunststoffen“ brachte ihnen den ersten Preis im Fachgebiet Chemie. Das Forschungsprojekt wurde zudem zum Patent angemeldet.

Wie kann man Ölteppich möglichst umweltfreundlich beseitigen? Das fragen sich Luca Wettemann (11), Paul Hudelmaier (11) und Maik Kron (14) von der Härtsfeldschule Neresheim. Ihr Ansatz wurde von der Jury mit dem ersten Preis im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“ in der Sparte „Schüler experimentieren“ belohnt.

Mit Preisen förmlich überschüttet wurden Niklas Ruf (16) und Jana Spiller (16) vom Gymnasium Ochsenhausen. Für das von ihnen entwickelte „Hochwasserwarnsystem“ erhielten sie den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt, den Digitalpreis der Initiative.ulm.digital e.V. sowie den Innovationspreis der Technischen Hochschule Ulm. Dieser beinhaltet auch eine Unterstützung und Beratung, sollten sich die beiden Jungforschenden zur Gründung eines Start-ups entschließen. Als weiteren Preis können sie ein Industrie-Praktikum bei der Firma Uhlmann Pac-Systeme in Laupheim absolvieren.

Begeisterung löste Christoph Zoll (14) vom Kreisgymnasium Riedlingen bei der Jury im Fachgebiet Mathematik aus. Er untersuchte die ideale Brückenbogenform, um die Gewichtskräfte, die auf einer Brücke lasten, ideal abzuleiten. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik in der Sparte „Schüler experimentieren“ gab es dafür den Regionalsieg.

Mit dem sogenannten „Coherer-Effect“ setzten sich Vivaan Sharma (12) und Stanislav Kononenko (12) vom Gymnasium Ochsenhausen auseinander. Sie wurden dafür in der Sparte „Schüler experimentieren“ mit dem ersten Preis im Fachgebiet Physik und zusätzlich mit dem Sonderpreis plusMINT für Kreativität in der Physik ausgezeichnet.

Über drei Preise darf sich Samuel Fuchs (16) vom Wieland-Gymnasium Biberach freuen: Er baute ein Fassaden-Windkraftwerk und möchte aus Windstößen an Fassaden Strom gewinnen. Er errang damit im Fachgebiet Physik in der Sparte „Jugend forscht“ den Regionalsieg und als weiteren Preis eine Ballonfahrt, gestiftet von der Firma Allgaier GmbH. Die anderen Wettbewerbsteilnehmenden wählten ihn zudem für den „Preis der Herzen“ aus.

Auch Jakob Krause (13), Luis Neher (12) und Simon Schad (13) vom Gymnasium Ochsenhausen sind Mehrfachpreisträger: Ihre „Körnerzählmaschine“ wurde im Fachgebiet Technik in der Sparte „Schüler experimentieren“ mit dem ersten Preis bedacht. Zudem erhielten sie den Sonderpreis „Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung“ und den Pharma Packaging-Preis der Firma Uhlmann.

Die Regionalsieger-Teams reisen nun zu den Landeswettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ und haben dort in der Sparte „Jugend forscht“ die Möglichkeit, sich für den Bundeswettbewerb (30.Mai – 2. Juni 2024) in Heilbron zu qualifizieren.

INFO:

Eine Siegerliste sowie die aktuelle Wettbewerbsbroschüre des 21. Regionalwettbewerbs stehen hier zum Download bereit.

Die teilnehmenden Jugendlichen und die Jurymitglieder beim Auftakt zum 21. Regionalwettwerb "Jugend forscht" der Innovationsregion Ulm. Foto: Innovationsregion Ulm / Armin Buhl
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