Mit vier Landessiegern beste Region im Land

2. März 2011

Vier erste Plätze, ein dritter Platz und ein Sonderpreis: Die sechs Regionalsieger der Innovationsregion Ulm präsentierten sich beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in herausragender Form und bescherten der Region das beste Ergebnis in ganz Baden-Württemberg.

Vier von insgesamt acht Landessiegen: So erfolgreich waren die regionalen Jungforscherinnen und –forscher noch nie. Sie werden das Land Baden-Württemberg nun von 19. bis 22. Mai 2011 beim Bundesfinale in Kiel vertreten.

Jan Philip Dolt (18), Bernhard Petzold (18) und Andreas Garhofer (18) von der Robert-Bosch-Schule in Ulm überzeugten die Jury im Fachgebiet Technik mit ihrer selbst konstruierten Maschine zum Bemalen von Eiern. Sämtliche Befehle werden dabei über eine eigens programmierte Software gesteuert. Wie die Eieranmalmaschine funktioniert, werden die Schüler in der kommenden Woche auf der Hannovermesse am Stand von Baden-Württemberg International demonstrieren.

Auf der Hannovermesse mit dabei ist auch Daniel Weiß (21) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Bad Saulgau. Er siegte im Fachgebiet Arbeitswelt mit einem optimierten Schweißverfahren. Der Jungforscher entwickelte eine Vorrichtung für ein Schweißgerät, die das unbeabsichtigte Verschweißen der Elektrode mit dem Werkstück verhindert.

Mit Energie aus nachwachsenden Rohstoffen beschäftigten sich die Chemie-Landessieger Christian Dangel (19) und Christian Steinhardt (19) vom Kreisgymnasium Riedlingen. Die Nachwuchswissenschaftler fanden heraus, dass mit Mikrowellen bestrahltes Holz unter bestimmten Bedingungen Gas produziert, das als Kraftstoff eingesetzt werden kann.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Carina Lämmle (16) vom Pestalozzi-Gymnasium in Biberach, Felix Engelmann (19) vom Störck-Gymnasium in Bad Saulgau und Simeon Völkel (20) von der Evangelischen Studentengemeinde Bayreuth. Die drei Jungforscher untersuchten, wie sich zwei nicht mischbare Flüssigkeiten in einem spiralförmigen Schlauchsystem verhalten, wenn es mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Rotation versetzt wird. Dieses Verfahren wird in der analytischen Chemie zur Trennung von Stoffen verwendet.

Pierre Kübler (16) vom Kreisgymnasium Riedlingen errang mit seiner „Bio-Batterie“ im Fachgebiet Biologie den dritten Platz und kann sich zudem über den Sonderpreis „Umwelt und Naturschutz“ der Johanna-Samel-Stiftung freuen.

Für ihr Projekt „Die Navigation der Wikinger“ wurden Bettina Stegmaier (17) vom Kreisgymnasium Riedlingen sowie Patrick Paluch (17) und Nicolas Staudenmaier (17) vom Michelberg-Gymnasium Geislingen mit dem Werner-Bayh-Preis ausgezeichnet.

Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Robert Bosch GmbH, waren 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit insgesamt 60 Forschungsarbeiten an den Start gegangen.

Die Robert-Bosch-Schule Ulm war gleich in zweifacher Hinsicht erfolgreich: Sie stellt nicht nur den Landessieger im Fachgebiet Technik, sondern auch den Betreuungslehrer, der unter allen baden-württembergischen Lehrkräften von den regionalen Wettbewerbsleitern dafür auserkoren wurde, zum Bundesfinale nach Kiel reisen zu dürfen: Helmut Weber, Betreuungslehrer von Jan Philipp Dolt, Bernhard Petzold und Andreas Garhofer, freute sich über diese Entscheidung und besonders darüber, „sein“ Trio nun auch zum Bundeswettbewerb begleiten zu können.
Fotos: Armin Buhl

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