Mausarm – jeder Klick schmerzt: Zahlen im Alb-Donau-Kreis und in Ulm leicht gesunken

19. November 2021

Wer viel am Computer arbeitet, leidet häufig an Schmerzen in Nacken und Schultern, Kribbeln in den Händen und Unterarmen oder einem plötzlichen Kraftverlust im Handgelenk. Im Jahr 2020 haben etwa 2,5 Prozent aller AOK-Versicherten in Baden-Württemberg wegen eines sogenannten Mausarms ärztlichen Rat gesucht.

Laut einer Studie des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) arbeiteten 2019 rund 71 Prozent aller Beschäftigten zumindest zeitweise an einem Büroarbeitsplatz. Das tägliche, stundenlange Sitzen vor dem PC fordert seinen körperlichen Preis. Lange, monotone Arbeiten mit gleichförmigen Bewegungsmustern, wie Tippen oder Klicken, können das sogenannte RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injuries) verursachen, zu dem auch der im Volksmund bekannte Maus- oder Tennisarm zählt. Im Alb-Donau-Kreis und im Stadtkreis Ulm ist die Zahl der Versicherten, die deswegen ärztlichen Rat suchten, in den vergangenen Jahren jeweils leicht gesunken: Im Jahr 2016 zählte die AOK im Landkreis 1.933 Versicherte und im Stadtkreis 1.253 Versicherte, die mit einer entsprechenden Diagnose ärztlich behandelt wurden, 2020 waren es 1.868 bzw. 1.148 Versicherte.

Die Ursache ist eine Überbelastung der Muskulatur, Bänder und Sehen in Händen, Armen und Schultern. „Ausgelöst werden diese Beschwerden durch häufig wiederholte Bewegungen, die einseitig oder stark belasten“, erklärt AOK-Ärztin Dr. Gudula Kirtschig. „Solche Bewegungen kommen bei bestimmten Sportarten vor wie zum Beispiel bei Tennis, Golf, Rudern oder Paddeln. Aber auch bei Handwerksarbeiten wie Malern oder Tischlern oder beim Musizieren, beispielsweise am Klavier oder mit Streichinstrumenten. Den Mausarm kennen viele, die regelmäßig am Computer arbeiten.“ Die Schmerzen treten vor allem an der Außenseite des Ellenbogens auf, wo die Sehnen ansetzen, mit deren Hilfe das Handgelenk gestreckt wird. Sie können bis in den Unter- und Oberarm ausstrahlen. Die Beschwerden, häufig als Druckschmerz beschrieben, treten sogar bei Alltagsbewegungen wie dem Öffnen einer Flasche oder dem Halten einer Kaffeetasse auf, teilweise führen sie Verhärtungen und Schwellungen mit sich. Werden anfängliche Symptome ignoriert, kann die Erkrankung im schlimmsten Fall chronisch werden.

Die Heilung fordert vor allem Geduld. In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach einigen Monaten auch ohne größere Behandlung. „Zunächst werden die Patienten vom Arzt dazu beraten, wie sie belastende Bewegungen vermeiden können, um die betroffenen Sehnen zu schonen. Das ist insbesondere in den ersten Tagen oder Wochen sinnvoll“, sagt Dr. Kirtschig. Kurzfristig können entzündungshemmende Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen oder Diclofenac die Schmerzen lindern. Aufgrund der teilweise erheblichen Nebenwirkungen sollten sie jedoch nicht über längere Zeit eingenommen werden. Wenn die Schmerzen etwas abgeklungen sind, können Betroffene die Heilung mit regelmäßigem Training beschleunigen. „Als besonders wirkungsvoll haben sich Übungen erwiesen, bei denen die Streckmuskeln gestärkt und die Sehnen gleichzeitig gedehnt werden“, so die Ärztin. Empfohlen wird, vorsichtig zu starten, um den Arm nicht erneut zu überlasten. Sonst können die Übungen die Beschwerden wieder verstärken.

Die Entwicklungsperspektiven für Kinder und Jugendliche sind in der Innovationsregion Ulm außergewöhnlich gut. Schon im Kindergarten beschäftigen sich Mädchen und Jungen mit Naturwissenschaft und Technik. Modellprojekte sorgen für eine enge Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule. Die internationale Schule und das Basketball-Internat an der Urspringschule in Schelklingen ermöglichen das Lernen in einem internationalen Umfeld. Eine Vielzahl an weiterführenden Schulen bereitet praxisnah auf Studium und Berufsleben vor. Bildungsnetzwerke ermöglichen den Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitswelt und Schule.

Mit ihrem breiten Fächerspektrum erfreuen sich Universität Ulm, Hochschule Ulm und Hochschule Neu-Ulm großer Beliebtheit. Das belegen die stetig wachsenden Studienzahlen. Sicher tragen dazu auch die guten Platzierungen in Hochschul-Rankings bei.

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