Bundesforschungsministerin wirbt für „Deutschlandstipendium“

14. July 2011

Ihr Ziel formulierte die Ministerin Dr. Annette Schavan bei der Pressekonferenz der IHK Ulm klar: „In Deutschland soll eine Stipendienkultur geschaffen werden.“ Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist das neu geschaffene Deutschlandstipendium. Dabei geht die Bildungsministerin selbst mit gutem Beispiel voran. An ihrer ehemaligen Hochschule in Bonn hat sie bereits ein eigenes Stipendium zur Verfügung gestellt – als Privatperson: „Wer studiert hat und heute einen guten Job hat, kann durchaus darüber nachdenken, jemand anderem ein Stipendium zu finanzieren."

Bis zum Wintersemester soll das Deutschlandstipendium auch an den Hochschulen der IHK-Region Ulm voll etabliert werden. Ziel ist es, 0,4 Prozent der Studierenden bis Jahresende auf diese Weise zu fördern. „Wir leben in einem begüterten Land, da könnten viele mitmachen“, sagt Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm. Zur Zielgruppe gehören Unternehmen, Unternehmer und Privatpersonen. „Das Deutschlandstipendium ist Teil eines Gesamtvorhabens, die Bildungschancen in Deutschland zu verbessern“, erklärt Sälzle weiter. Einen wichtigen Aspekt sieht er darüber hinaus darin, dass die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft intensiviert wird.

Das Deutschlandstipendium fördert Studierende mit herausragenden Leistungen. Zu den Auswahlkriterien zählen neben Erfolgen in der Schule und/oder Studium auch die Bereitschaft, im sozialen Umfeld Verantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus soll es Studierenden helfen, mögliche biografische Hindernisse zu überwinden. Die Stipendien werden unabhängig vom Einkommen der Eltern vergeben. Die Auswahlverfahren werden im Einzelnen durch die Hochschule festgelegt. Förderer können ihr Interesse bei der Hochschule ihrer Wahl anmelden. Die Spende kann von der Steuer abgesetzt werden.

Wirbt für das Deutschlandstipendium: Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. Foto: IHK
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